Neues von Sony: NEX-FS100
Nach dem NEX-3 und NEX-5 bringt Sony nun endlich einen Camcorder, der auch den professionellen Ansprüchen gerecht wird. Der CMOS-Sensor im Super35-Format (23,6 mal 13,3 Millimeter) scheint nicht nur fürs Filmen optimiert (anders als die Chips der Fotokameras), sondern dürfte auch entsprechend im LowLight-Verhalten punkten. Auch die lästigen Moirée- & Rolling shutter Problemchen dürften damit größtenteils der Vergangenheit angehören. Sony wirbt hier mit “the NEX-FS100E enables shooting with the same creative depth of field as the PMW-F3″, in Hinsicht aufs Gesamtpaket vielleicht etwas zu hoch gegriffen.
Professionelle XLR-Anschlüsse gehören nebst 50p bei 1920×1080 ebenso zu den Features wie Zebra, Peaking & Timecode out. Aber: Keine ND-Filter & kein HD-SDI out, beides bietet beispielsweise der Panasonic AF-101. Als Codec kommt leider mal wieder nur AVCHD zum Einatz, maximal 28 MB/s sind wie üblich drin, aufgezeichnet wird auf SDHC-Cards. Optional kann auch 10h am Stück auf einen FlashRekorder mit 128GB aufgenommen werden (HXR-FMU128).Allerdings bietet die Kamera einen vollwertigen HDMI-out (4:2:2) an, über den sich externe Rekorder anschließen lassen um das volle Bildpotential auszuschöpfen.Spätestens in der Bluebox eine mehr als sinnvolle Investition.
Großer Pluspunkt: Der Cropfaktor wird lediglich bei 1,6x liegen und ist damit gleichauf mit der Canon 7D, 60D etc. Der 2x Crop der Panasonic ist gerade in kleinen Räumen mit wenig Platz doch recht hart, selbst das Weitwinkel wird da fast zur Normalbrennweite. Ein weitere Pluspunkt ist das bereits von der EX3 bekannte & beliebte Switchen zwischen Viewfinder & Display, auch wenn Sony hier nochmal einen drauf setzt und den Viewfinder komplett abnehmbar gestaltet.Inwieweit die 1,2fache Vergrößerung des Viewfinders ins Gewicht fällt wird ein erster Praxistest zeigen (Zacuto & Konsorten bieten hier im Schnitt 2,5 fach).
Die Mount wird, wie schon beim Vorgänger-Modell, wieder für Sonys hauseigene Objektive mit E-Mount gedacht sein. Alle oft benötigten Funktionen sind bequem an der Aussenseite via Knopftasten erreichbar. Ob das System so kopflastig wird wie zB der NEX-5 wird sich im Test zeigen, ist aber aufgrund der robusten Bauweise & dem (ebenfalls von der EX3 adaptierten) verstellbaren Handgriff nicht anzunehmen. auch kann an der Kamera ein Handgriff angebracht werden der die Kamera nicht nur ungemein handlich, sonder auch für sehr tiefe aufnahmen sehr interessant machen dürfte. Kleine Notiz am Rande: Das eingebaute geotagging via GPS lässt sich am PC auslesen und via Google Maps darstellen.
Die Kamera kommt diesen Sommer für ca. 5850 Euro auf den Markt, als Kit-Version inklusive SAL18200-Optik f3,5-6,3 für ca 6550 Euro. Der erwartete DSLR-Killer ist es zwar noch nicht, aber es kommt ernsthafte Bewegung in den Markt. Bleibt abzuwarten wann Canon endlich nachzieht und mit einem eigenen Profi-Modell die hauseigenen VDSLR’s in den Schatten stellt.
Ein sehr ausführliches Review findet sich übrigens bei DVUser




